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Wie funktioniert eine Impfung überhaupt?

28. Juni 2018

Impfungen kann man zu den Naturheilverfahren rechnen. Der Mechanismus besteht wahrscheinlich, seit der Mensch existiert. Wir nehmen täglich zum Beispiel über die Nahrung und die Luft tausende lebender und toter „natürlicher” Mikroorganismen wie Viren und Bakterien zu uns. Unser Immunsystem setzt sich mit diesen auseinander und entwickelt Antikörper gegen diese Eindringlinge. Beim nächsten Kontakt erinnert es sich mittels seiner Gedächtniszellen daran und kann sich sofort verteidigen.

Die Impfung ahmt dieses Prinzip nach. Bei der Impfung gegen Grippe (Influenza) z.B. aber auch den meisten anderen Impfungen, werden „natürliche”, aber geschwächte oder inaktivierte Viren oder deren Bestandteile injiziert. Diese können sich nicht mehr vermehren und sind daher nicht gefährlich. Das Immunsystem kann daran trotzdem die Abwehr „üben” und Gedächtniszellen entwickeln. Wenn Sie nun jemand 14 Tage nach der Impfung mit dem gleichen lebenden Virus anniest, ist Ihre Abwehr bereits vorbereitet und Sie haben die nötigen Abwehrzellen. Sie erkranken nicht mehr oder nur noch leicht. Da sich das Grippevirus schnell verändern kann, muss auch jedes Jahr die Impfung mit einem veränderten Virus durchgeführt werden.

Selbst eine 3- oder 4 -fach Impfung mit abgetöteten oder abgeschwächten Erregern kann ein normales Immunsystem nicht überfordern, denn schon bei jeden Atemzug und jedem Bissen kommt unser Körper mit Hunderten von Bakterien und Viren in Kontakt (ohne ihn zu überfordern). Und das ist auch gut so, denn das Immunsystem lernt auf diese Art. Und gerade für geschwächte Immunsysteme ist eine Impfung empfohlen, also für z.B. Diabetiker, denn deren Immunsystem kann sich gegen die Erkrankung, die man ungeimpft bekommen könnte, nur eingeschränkt bis gar nicht wehren.

Welche Argumente sprechen für die Grippeimpfung?

Der generelle Nutzen einer Impfung liegt auf der Hand: Man schützt sich selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einer Ansteckung – und bewahrt damit auch andere, weil man ja das Virus nicht weiter trägt.

Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass eine Grippewelle im Winter dramatisch verlaufen kann: Bei der schwersten saisonalen Grippewelle dieses Jahrzehnts, 2004/2005, gab es in Deutschland geschätzte 12.000 Todesfälle bei rund 4,7 Millionen Arztbesuchen aufgrund einer Influenza.

Wir checken Ihren Impfpass gerne – rufen Sie uns an!


Weitere Infos:

Robert Koch Institut

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